Altersvorsorge: Das ist laut Experten der Betrag, den man zurückgelegt haben sollte, um komfortabel zu leben

Von: Peter
Veröffentlicht am: 01/02/2026
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Die finanzielle Absicherung im Alter erfordert eine frühzeitige Planung und konsequente Sparstrategie. Während viele Menschen die Notwendigkeit eines privaten Vermögensaufbaus erkennen, fehlt oft die Orientierung über notwendige Sparbeträge. Experten empfehlen als Zielmarke zum Renteneintritt das Zehnfache des letzten Bruttojahreseinkommens anzusparen. Diese Summe erscheint zunächst beträchtlich, wird jedoch durch jahrzehntelangen kontinuierlichen Vermögensaufbau realisierbar. Helmut Jonen, erfahrener Börsenexperte und ehemaliger Bankier, betont die Bedeutung früher Spardisziplin : Bereits mit Anfang zwanzig legte er regelmäßig Gelder zurück und erreichte dadurch finanzielle Unabhängigkeit. Seine zentrale Empfehlung lautet, möglichst früh mit systematischem Sparen zu beginnen, da der Zeitfaktor beim Vermögensaufbau entscheidend wirkt.

Orientierungswerte für verschiedene Lebensabschnitte

Das Finanzdienstunternehmen Fidelity Investments hat klare Richtwerte entwickelt, die sich am jeweiligen Bruttojahreseinkommen orientieren. Diese Methode bietet eine einfache Kontrolle der eigenen finanziellen Entwicklung. Mit dreißig Jahren sollte mindestens die Höhe des jährlichen Bruttoeinkommens als Rücklage vorhanden sein. Bei einem Einkommen von 50.000 Euro entspricht dies genau dieser Summe.

In der vierten Lebensdekade steigt die Anforderung auf das Dreifache des Jahreseinkommens, was bei gleichbleibendem Gehalt 150.000 Euro bedeutet. Die Zinsplattform Weltsparen berücksichtigt zusätzlich geschlechtsspezifische Faktoren wie den Gender Pay Gap von 18 Prozent und die unterschiedliche Lebenserwartung. Frauen sollten demnach mit dreißig Jahren bereits 52.000 Euro angespart haben, während für Männer 16.000 Euro als Orientierung dienen.

Alter Frauen (in Euro) Männer (in Euro) Faktor Bruttojahresgehalt
30 Jahre 52.000 16.000 1x
40 Jahre 104.000 66.000 3x
50 Jahre 139.000 112.000 6x
60 Jahre 157.000 139.000 8x

Strategien zum Schließen der Versorgungslücke

Mit fünfzig Jahren sollte das Sechsfache des Jahresbruttoeinkommens erreicht sein, was bei 50.000 Euro Gehalt 300.000 Euro entspricht. Frauen dieser Altersgruppe benötigen laut Weltsparen etwa 139.000 Euro, während Männer 112.000 Euro vorweisen sollten. Diese Differenz resultiert aus durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen von 2.420 Euro bei Frauen und höheren Beträgen bei Männern.

Die Dekade vor dem Ruhestand erfordert das Achtfache des Jahresgehalts, also 400.000 Euro bei unverändertem Einkommen. Sechzigjährige Frauen sollten 157.000 Euro besitzen, während männliche Altersgenossen mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 3.161 Euro idealerweise 139.000 Euro aufweisen. Die Berechnungen von Weltsparen basieren auf einer monatlichen Sparquote von zehn Prozent des Nettoeinkommens bis zum 67. Lebensjahr.

Wer diese Ziele noch nicht erreicht hat, sollte jedoch nicht verzweifeln. Folgende Maßnahmen helfen beim systematischen Vermögensaufbau :

  • Einrichtung von ETF-Sparplänen bereits mit kleinen monatlichen Beträgen
  • Anwendung der 50 :30 :20-Regel für strukturierte Budgetplanung
  • Konsequente Anpassung der Sparquote bei Gehaltserhöhungen
  • Nutzung des Zinseszinseffekts durch langfristige Anlage

Praktische Umsetzung im Alltag

Die 50 :30 :20-Regel bietet einen praktikablen Rahmen für nachhaltige Finanzplanung. Demnach fließen fünfzig Prozent des Einkommens in fixe Ausgaben wie Miete, Nebenkosten und Versicherungen. Dreißig Prozent stehen für Freizeitgestaltung und persönliche Bedürfnisse zur Verfügung, während zwanzig Prozent ausschließlich dem Vermögensaufbau dienen. Diese Aufteilung ermöglicht sowohl gegenwärtige Lebensqualität als auch zukünftige finanzielle Sicherheit.

Wichtig bleibt die Erkenntnis, dass Sparen Übung und Disziplin erfordert, wie Börsenexperte Jonen betont. Der Verzicht auf kurzfristige Konsumwünsche zugunsten langfristiger Ziele bildet die Grundlage erfolgreichen Vermögensaufbaus. Bereits kleine regelmäßige Beträge entwickeln über Jahrzehnte durch Wertsteigerungen beachtliche Summen, weshalb der frühe Beginn entscheidend bleibt.

Peter

Peter ist Redakteur bei Domcenter Greifswald und spezialisiert auf die Erstellung von informativen und leicht verständlichen Inhalten. Sein Fokus liegt auf lokalen Themen, praktischen Tipps und aktuellen Entwicklungen, um den Lesern einen echten Mehrwert zu bieten.

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